Mahnungen wegen Landkarten

In diesem Beitrag möchte ich mal auf die Abmahnwelle „Nutzung von Landkarten auf Websites“ eingehen, da ich dieses vor kurzem am eigenen Leib spüren musste.

Eine Anwaltskanzlei aus Hamburg hatte gegen mich geklagt. Ich hatte einen Ausschnitt einer Landkarte in eine PDF-Datei eingefügt. Diesen Flyer (enthielt entsprechende Angaben zur Ferienwohnung) hatte ich den Internetnutzern als Download-Datei auf meiner Website angeboten.

Die Anwaltskanzlei wollte nun, dass ich eine Unterlassungserklärung unterschreibe und den Betrag von über 750 Euro und die Anwaltskosten von über 350 Euro innerhalb von 6 Tagen bezahle – ansonsten werden weitere gerichtliche Schritte eingeleitet. Stichwort: Urheberrecht.

Was soll man dazu sagen?

Die Vorgehensweise einiger Anwaltskanzleien ist wirklich Abzocke; anders kann man es nicht nennen. Wir haben mit dem Landkartenausschnitt keinen verletzt bzw. Schaden zugefügt. Die Anwaltskanzlei hätte ja auch einfach als ersten Schritt eine Mail schreiben können, dass die Karte innerhalb einer bestimmten Frist auf der Website gelöscht werden muss, da ansonsten weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden. Aber nein, es werden gleich hohe Kosten fällig. Die Anwaltskanzlei verdient anscheinend nicht mehr so gut oder wieso stöbert die Anwaltskanzlei Websites durch, um irgendwelche hohen Beträge zu fordern?!?

Tipp: Wenn du auch mal so ein Schreiben erhältst, auf keinen Fall gleich bezahlen, sondern erst einmal einen Anwalt deines Vertrauens beauftragen und dieser sollte dann entsprechende Schritte einleiten.

Hier einige ältere, aber immer noch sehr hilfreiche Beiträge (gelten noch heute) zur Nutzung von Landkarten auf Websites und wie du dich am besten verhältst, sobald du ein Schreiben von einem Anwalt bzw. Anwaltskanzlei erhältst:

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